Projekt „Natur heilt“

Ob wir gesund bleiben oder krank werden, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Ein wichtiger Faktor ist unser Lebensstil, zu dem auch das Bewegungs- und Ernährungsverhalten gehört. 

Kinder haben einen natürlichen Bewegungsdrang.

Das Vorhaben

Kinder zwischen 3 und 6 Jahren befinden sich in einer ganz besonderen Entwicklungsphase. Hier liegen erhebliche Chancen für die Vermittlung eines gesunden Lebensstils. Mit dem Projekt „Natur heilt“ wollen wir in dieses Zeitfenster eingreifen indem wir viele Bewegungsmöglichkeiten schaffen und ein gesundes Essverhalten mitprägen.

36 Kinder bekommen deshalb seit Oktober 2020 und bis Juni 2021 am Vintlerhof in Brixen ein tägliches Bewegungsangebot und werden in regelmäßige Aktionen zu gesunder Ernährung involviert. Dies alles wird spielerisch vermittelt, von ausgebildeten und eigens dafür eingestellten Fachkräften. Von Anfang an werden die Familien der Kinder mit ins Boot geholt. Sie arbeiten aktiv beim Projekt mit, besuchen Informationsveranstaltungen zu gesundem Essen, helfen beim Kochen und erhalten regelmäßig Newsletters zu den Themen Ernährung und Bewegung.

Die Ziele

Ziel 1: Wir fördern Bewegung und körperliche Aktivität bei den Kindern und ihren Familien

Bewegung trägt zu einer gesunden körperlichen, geistigen und psychosozialen Entwicklung bei. Leider werden in der modernen Gesellschaft die Bewegungsräume der Kinder zunehmend eingeschränkt. Fernsehen, Computer und Spielekonsolen nehmen immer mehr Platz im Alltag der Kinder ein. Damit geht viel ihrer Bewegungszeit verloren.

Eigentlich haben die Kinder einen natürlichen Bewegungsdrang. Aber der immer größere Mangel an Bewegung führt zu motorischen Defiziten. Und das wirkt sich wiederum auf die Freude an Bewegung aus. Verliert ein Kind seine Fitness und kann mit den Gleichaltrigen nicht mehr mithalten, dann vermindert sich auch seine Lust auf Bewegung. Ein negativer Kreislauf beginnt.

Und welche Rolle spielen im Projekt die Eltern, Großeltern und Geschwister?
Aktive Eltern haben in der Regel aktive Kinder. Es geht aber auch umgekehrt. Die Bewegungslust der Kinder kann durchaus ansteckend sein und auf die ganze Familie übergehen. Wenn die Kinder raus wollen, müssen die Eltern mit. So kommt die Sache ins Rollen.

Ziel 2: Wir unterstützen ein gesundes Ernährungsverhalten bei den Kindern und ihren Familien

Die Ernährung gehört wie die Bewegung zur Gesundheitsvorsorge. Was und wie Kinder in der frühen Kindheit essen, die Essgewohnheiten, die sie in dieser Zeit entwickeln, beeinflussen einerseits ihre Gesundheit und prägen langfristig das Essverhalten bis ins Erwachsenenalter.

Zu einem gesunden Essverhalten gehört mehr als sich mit hochwertigen Lebensmitteln zu ernähren und Zucker und ungesunde Fette zu vermeiden. Essen soll Spaß und Genuss und auf keinen Fall Zwang bedeuten. Kinder dürfen lernen auf ihren Körper zu hören und ihr angeborenes Sättigungsgefühl zu spüren. Essen ist Erfahrung mit allen Sinnen. Sehen, Riechen, Schmecken, Hören und Fühlen werden dabei angesprochen. Zur Ernährungserziehung gehört aber auch dazu, dass die Kinder die große Vielfalt der Lebensmittel kennenlernen und verstehen, was mit den Nahrungsmitteln in ihrem Körper passiert.

Die Eltern spielen in der Entwicklung eines gesunden Essverhaltens ihrer Kinder eine entscheidende Rolle. Deshalb werden sie im Projekt von Anfang an mit einbezogen. Gemeinsam mit ihnen lassen wir Gewohnheiten entstehen, die das ganze Leben der Kinder prägen werden.

Das Projekt wird vom Ministerium für Arbeit und Sozialpolitik und von der Autonomen Provinz Bozen unterstützt.